Motorradtechnik - Trommelbremsen warten

  • Motorradtechnik - Trommelbremsen warten, Teil 1
    Bremspunkte


    Obwohl sich in den 1970er-Jahren die Scheibenbremse durchsetzte, verzögern noch sehr viele Motorrad-Klassiker mit Trommelbremsen. Wir zeigen, worauf es bei der Wartung ankommt, damit die Stopper perfekt funktionieren.



    Nicht einmal gusseiserne Klassik-Liebhaber werden bestreiten, dass Scheibenbremsen in der Summe ihrer Eigenschaften heute den altehrwürdigen Trommelbremsen überlegen sind. Und doch gehören Letztere für viele einfach zum Erscheinungsbild eines Motorrad-Oldies.



    Erschienen in: 06/ 2016 MOTORRAD CLASSIC
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    Motorradtechnik - Trommelbremsen warten, Teil 1
    Bremspunkte


    Obwohl sich in den 1970er-Jahren die Scheibenbremse durchsetzte, verzögern noch sehr viele Motorrad-Klassiker mit Trommelbremsen. Wir zeigen, worauf es bei der Wartung ankommt, damit die Stopper perfekt funktionieren.
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    Bremse zerlegen: Vor dem Ausbau des Hinterrads zunächst das Bremsgestänge vom hinteren Bremshebel lösen.
    Danach die Haltestrebe der Bremsankerplatte von Letzterer trennen. Nun lässt sich das Hinterrad problemlos ausbauen. Die Bremsankerplatte mit den daran montierten Bremsbelägen lässt sich einfach aus der Bremstrommel ziehen. Zum Ausbau der Bremsbeläge zuerst die Sicherungssplinte von den Lagerbolzen der Bremsbeläge entfernen. Hinter den beiden Sicherungssplinten befindet sich eine Distanzplatte. Auch diese muss runter.


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    IN DIESEM ARTIKEL
    1
    Motorradtechnik - Trommelbremsen warten, Teil 1
    2
    Ankerplatte ausbauen und zerlegen
    3
    Bremsnocken und dessen Lager
    4
    Bremsbeläge und Reibfläche
    5
    Zusammenbau und Einstellung
    6
    Bremstrommel ausdrehen
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    aus MOTORRAD CLASSIC 06/2016
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    Nicht einmal gusseiserne Klassik-Liebhaber werden bestreiten, dass Scheibenbremsen in der Summe ihrer Eigenschaften heute den altehrwürdigen Trommelbremsen überlegen sind. Und doch gehören Letztere für viele einfach zum Erscheinungsbild eines Motorrad-Oldies.
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    Selbst bei modernen Maschinen sind Trommelbremsen nicht ausgestorben. Das hat gute Gründe, wie Wolfgang Schelbert bestätigt, Zweiradmechaniker und Inhaber der freien Motorradwerkstatt „Wolfis Garage“ in Seeshaupt (). „Insbesondere bei leichten Motorrädern, wo es auch auf günstige Produktionskosten ankommt, sind deren Bremsleistung vor allem am Hinterrad völlig ausreichend und sogar durchaus vergleichbar mit Scheibenbremsen. Vorausgesetzt natürlich, dass sie technisch einwandfrei und gut eingestellt sind.“ Dann haben Trommelbremsen sogar gewisse VorteileMitmachen und Gewinnen! gegenüber Scheibenbremsen.
    Wartungsarbeiten an der Trommelbremse aufwendiger


    So etwa bei Nässe, dank der geschlossenen Bauweise. Außerdem dauert es länger, bis eine Trommelbremse überhitzt und Fading zeigt. Das liegt an der größeren Reibfläche und der höheren Masse der aktiven Bremskomponenten. Doch es gibt auch Nachteile. So verbleibt Bremsabrieb in der Bremstrommel, der als puderiger Staub den Reibwert der Bremsbeläge deutlich herabsetzen kann. „Ferner sind Wartungsarbeiten, wie zum Beispiel die Kontrolle der Beläge oder ihr Wechsel, sehr viel aufwendiger als bei Scheibenbremsen“, weiß Wolfgang. Anhand der hinteren Simplex-Trommel einer Honda CB 750 K2 von 1972 demonstriert er uns, worauf es bei der Wartung ankommt.


    „Der Kunde hat mir berichtet, dass er noch vor geraumer Zeit nur leicht auf den Fußbremshebel treten musste, um das Hinterrad zum Blockieren zu bringen. Jetzt kann er sich voll darauf stellen, ohne dass die HondaHier geht's zu passenden Produkten auf Amazon.de! nennenswert verzögert.“ Zur Ursachenforschung muss Wolfgang die Honda-Trommel somit komplett zerlegen.


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