Eintragungspflicht von Rad/Reifenkombinationen

  • Stellungnahme zur Eintragungspflicht von Rad-/Reifenkombinationen

    3. November 20193. November 2019 Olaf Biethan

    Im „Verkehrsblatt“ 15-2019, dem Amtsblatt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), wurde am 15. August 2019 eine neue Regelung hinsichtlich der Zulässigkeit von Rad-/Reifenkombinationen an Krafträdern veröffentlicht. Diese besagt, dass wer eine andere Reifengröße fahren möchte, als in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist, dies in Zukunft prüfen und eintragen lassen muss.

    Mehr Aufwand ohne Nutzen

    Bisher war die Nutzung einer anderen Reifengröße in vielen Fällen mit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung des jeweiligen Reifenherstellers möglich. Diese Möglichkeit entfällt zukünftig. Wird dann eine nicht eingetragene Reifengröße verwendet, könnte damit im konkreten Einzelfall die Betriebserlaubnis eines Kraftrades erloschen sein. Eine Begutachtung seitens einer technischen Prüfstelle wird deswegen nach der neuen Vorgabe des Verkehrsministeriums zukünftig zwingend erforderlich. Für diese strengeren Regeln gibt es eine Übergangsphase. Die neue Regelung gilt zunächst für Reifen, die nach dem 31.12.2019 produziert werden. Reifen, die bis zu diesem Stichtag hergestellt wurden, dürfen vorerst auch weiterhin nach der alten Regelung (mit Unbedenklichkeitsbescheinigung) genutzt werden. Trotzdem kann es bei der nächsten Hauptuntersuchung zu Problemen kommen, da das Fahrzeug im Sinne der StVZO nicht völlig regelkonform ist. Ab dem 01.01.2025 gilt die neue Regelung dann für alle Reifen, auch ältere Reifen sind dann nicht mehr einsetzbar.

    Der BVDM hält diese neue Regelung für unnötig im Sinne der Verkehrssicherheit und fordert die Beibehaltung der aktuellen Regelungen.

    Der Kritik der Verbände IVM, WDK und BRV schließen wir uns an. Der derzeitige Aufwand, den Reifenhersteller betreiben, um die Sicherheit verschiedener Rad-/Reifenkombinationen sicherzustellen, trägt seit vielen Jahrzehnten zur Verkehrssicherheit bei. Als Verbraucherschutzorganisation ist es uns besonders wichtig zu betonen, das eine Änderung der bestehenden Regelung keineswegs mit einer Verringerung des Aufwands für die Hersteller einher ginge und damit die Kosten für die zusätzliche Eintragung nur weiter zu Lasten bei Fahrzeughalter gehen würden.

    Link zu „Bike und Business“ zur Info

    Es gibt eine Vielzahl von eingetragenen Reifengrößen, besonders bei älteren Motorrädern, die in diesen Dimensionsbezeichnungen nicht mehr produziert werden. Diese werden, teilweise seit Jahrzehnten, mit Unbedenklichkeitsbescheinigungen für andere Reifendimensionen bewegt ohne dass es Sicherheitsprobleme gab. Die neue Regelung verursacht für die Nutzer dieser Fahrzeuge unnötige und nicht gerechtfertigte Kosten ohne eine Verbesserung der Verkehrssicherheit.

    danke^

    Vergiß alles, lebe das Leben, fahre das Motorrad auf dem du dich wohlfühlst und begegne deiner inneren Mitte.......Bromm.......ohmmm 8|


    je älter rsp. je interessanter ich werde.............desto schneller war ich früher..........||

  • Wieder mal viel blabla für nix...

    Der Großteil alle mir Bekannten Motorradfahrer hat auf seine Maschinen noch nie eine ander Größe aufgezogen...

    Ander Marke ja, aber Größe nein ..

    Und eine Vorführung in dem Fall finde ich nicht mal so übel, da sich dadurch ja auch das komplette Fahrverhalten des Krades ändern kann....

    Also so what.. .

    Christian
    :thumbup:Die Linke zum Gruß und immer eine handbreit Asphalt unter den Reifen :thumbup:
    Seit ich die Grenzen, die man mir setzte, nicht mehr anerkenne,
    nicht mehr als Grenze erlebe, spüre ich erst, wie stark ich bin.
    ....wie grenzenlos ich sein kann!

  • Betrifft wohl Oldtimer, seltene Exoten oder spezielle Umbauten...


    Bei den kleinen Hondas CY50 / CY80 ist dies oft der Fall Diese haben Reifengröße 5.40-10. 8o

    Die recht miesen Schlappen (Original Bridgestone) werden meistens gegen Reifen der Größe 130/90-10 diverser Hersteller ersetzt. Ging bisher einfach mit Reifenfreigabe und auch ziemlich problemloser Eintragung in die Papiere (TÜVer mit Ahnung vorausgesetzt).


    Gruß von Pims.

  • Ich fahr seit 3 Jahren vorne ne andere Größe, da es moderne Reifen gar nicht in der eingetragenen Größe gibt. Unbedenklichkeitsbescheinigung hab ich natürlich. Ja das Fahrverhalten ist anders - um Welten besser, ich fühl mich viel wohler damit.
    Die Verkehrssicherheit ist bestimmt mit geprüften modernen Reifen besser als mit den alten Holzreifen in der für meine bald 30 Jahre alte Ente eingetragenen Größe, welche zudem kaum noch zu kriegen sind. Ich wollte auf keinen Fall wieder zurück zu der Unsicherheit auf schlechten Straßen und Rutscherei im Regen.

    Eintragungspflicht find ich nicht cool, weil unverhältnismäßig teuer.

  • So, dabei gehts um deine realen Mopeds....

    Jetzt stell dir aber mal vor so ein kleiner Wilder macht ne falsche Reifengröße auf sein Motorad welches nicht mehr im Originalzustand weil auf Einarmschwinge umgebaut, nen zu breiten Reifen drauf welcher im unbelasteten Zustand locker und frei dreht und dann mit Sozia hinten drauf bei 180 kmh wegfliegt. Nur weil keine Eintragung, bzw. Abnahme erfolgt ist...

    Wie gesagt ich hab da keine Probleme mit, da mich das eh nicht betrifft, ich mach keine andere Größe drauf und fürs Gummi selbst reicht nach wie vor die Freigabe...

    Christian
    :thumbup:Die Linke zum Gruß und immer eine handbreit Asphalt unter den Reifen :thumbup:
    Seit ich die Grenzen, die man mir setzte, nicht mehr anerkenne,
    nicht mehr als Grenze erlebe, spüre ich erst, wie stark ich bin.
    ....wie grenzenlos ich sein kann!

  • Bei Autos ist das schon immer Pflicht ne andere Reifengröße zu fahren

    "Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen.
    Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie"
    Albert Einstein


    .......oder fahren Motorrad


  • ......Die Verkehrssicherheit ist bestimmt mit geprüften modernen Reifen besser als mit den alten Holzreifen in der für meine bald 30 Jahre alte Ente eingetragenen Größe, welche zudem kaum noch zu kriegen sind. Ich wollte auf keinen Fall wieder zurück zu der Unsicherheit auf schlechten Straßen und Rutscherei im Regen.....

    Glückspilz, dass Du eine Ente Dein Eigen nennen darfst. daumen^

    Wenn dem so ist, wird es beim TÜV sicherlich mit einer Eintragung - uncool hin oder her - gelingen.

    Vielleicht kannst Du auch von anderen Entenfahrern entspr. Referenzen (= deren Reifengröße-Einträge in die ABE) heranziehen.


    Es grüßt die Pims

  • ......Jetzt stell dir aber mal vor so ein kleiner Wilder macht ne falsche Reifengröße auf sein Motorad welches ......

    Ähm, es ist sinnvoll, wenn der TÜVer richtig Ahnung davon hat, ganz klar. Und es gibt auch diese Experten, die sich bezgl. Umbauten ausführlich damit befasst haben und kundig sind


    Abgesehen davon ist man so oder so nicht gefeit!

    Es gibt leider zu genüge Prüfer, die Mängel übersehen oder ihre Bäbbser schlichtweg großzügig verteilen.

    Am anderen Ende der Fahnenstange gibt's Prüfer, die Mängel entdecken, die gar keine sind. Letztere Emplare sind höchstwahrscheinlich seltener anzutreffen.


    Gruß von Pims